Hitze-Heros beim Hiking Hero 2026: Wenn Extremwandern auf Extremtemperaturen trifft

Kurz nach 7 Uhr gehörte Bernau den Hiking Heros. Während viele Menschen noch nicht einmal ihren ersten Kaffee tranken, machten sich Hunderte Wanderlustige auf zu einem Tag, den sie so schnell nicht vergessen würden. Trinkflaschen wurden noch einmal aufgefüllt, Mützen zurechtgerückt, Sonnencreme verteilt. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt lag eine drückende Hitze über der Region. Allen war klar: Heute geht es nicht nur darum, 44 Kilometer zu bewältigen. Heute geht es auch darum, den Temperaturen die Stirn zu bieten.
Und genau das machten die Hiking Heros bei der vierten Auflage des Wandermarathons von SCC EVENTS.

Die Sonne als härtester Gegner
44 Kilometer Extremwandern mit Marathon-Feeling. Und diesmal bei extremen Wetterbedingungen. Die Sonne zeigte von Beginn an, wer die heimliche Hauptdarstellerin des Tages sein würde. Mit dem Start begann der Kampf mit der drückenden Hitze. Umso dankbarer wurden die einzelnen Schauer am Nachmittag entgegengenommen. Eine willkommene Abwechslung, auch wenn die Temperaturen hoch blieben.
Nicht jeder schaffte es bis ins Ziel. Aber auch das gehört zum Hiking Hero. „Mir war es heute einfach zu heiß. Ich habe abgebrochen, würde aber nächstes Jahr wieder mitmachen“, sagte eine Teilnehmerin aus Berlin. Denn beim Hiking Hero geht es nicht nur ums Ankommen. Es geht darum, sich einer Herausforderung zu stellen, die manchmal größer ist als geplant.

Pause für die Füße
Unterwegs wurden die Versorgungspunkte zu echten Heldenstationen. In Werneuchen genossen die Wandernden die Pause mit DJ, Liegestühlen, kühlen Getränken und leckerer Verpflegung. Manche gönnten ihren Füßen frische Luft, andere packten trockene Ersatzsocken aus – ein kleiner Luxus, der nach vielen Kilometern schnell zum großen Glück wird.
„Richtig toll organisiert. Ich war schon bei vielen Wanderveranstaltungen. Das kann man auch Anfängern empfehlen, weil die Versorgungspunkte so gut sind“, lobte eine Teilnehmerin aus Eberswalde.
Und dann war da noch die Gemüsesuppe.
Ja, genau: Gemüsesuppe.
Das überraschende Highlight einer Berliner Wiederholungstäterin. „Ich esse sonst nie Gemüsesuppe und hätte nicht gedacht, dass das heute bei dem Wetter so gut tut.“ Manchmal schreibt eben auch ein Wandermarathon seine ganz eigenen Heldengeschichten.
Premiere für den Family Hike
Premiere feierte in diesem Jahr der Hiking Hero 10K. Familien, Kinder und viele Wander-Neulinge nutzten die neue Strecke, um erstmals Hiking-Hero-Luft zu schnuppern. Der spätere Start um 12 Uhr machte den Einstieg etwas entspannter.
Und die jüngsten Teilnehmenden? Die hatten jede Menge Spaß. „Alles war gut. Besonders, dass man am Ende durch das Ziel geht und rechts und links Menschen stehen“, erzählte ein achtjähriges Mädchen strahlend.
Ihr Bruder sah die Sache nach zehn Kilometern etwas differenzierter: „Meine Beine tun weh und zwischendurch hatte ich keine Lust mehr. Aber nächstes Jahr mache ich wieder mit.“
Andere Nachwuchswanderer waren sogar schon auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Zehn Kilometer seien schön gewesen – aber 20 wären auch nicht schlecht.

Tanzende Heros auf der Zielgeraden
Im Ziel verwandelte sich die Anstrengung schließlich in pure Freude. Es wurde getanzt, gelacht und gefeiert. Wer noch vor wenigen Minuten jeden einzelnen Schritt gespürt hatte, legte plötzlich Dancemoves auf der Zielgeraden hin. Vielleicht aus Erleichterung. Vielleicht aus Stolz. Wahrscheinlich aus beidem.









